Die Immer-Sommer-Insel ohne Tiger

Foto: Julien Reboulet, Flickr

Barack Obama macht gerade Urlaub dort, und auch Millionen weitere Touristen aus der ganzen Welt finden den Weg auf diese Tropeninsel: Bali, eine von 17.058 Inseln Indonesiens und Namenspate unseres Dekors Bali Oak, ist für viele nach wie vor ein attraktives Reiseziel. Bei konstanten 30 Grad herrscht hier immer Sommer. Hinzu kommen die ausgedehnten Korallenriffe, die die Insel zu einem lohnenden Ziel für Tauch-Enthusiasten machen. Rund vier Millionen Menschen leben Auf Bali. Etwa jeder Fünfte von ihnen verdient sein Geld mit den jährlich rund 2 Millionen Touristen, 60 Prozent der Wirtschaft entfallen nach wie vor auf den Agrarsektor.

Balistar; Foto: Cburnett, via Wikipedia

Insbesondere die landwirtschaftliche Erschließung Balis – vor allem wird Reis für den Eigenbedarf angebaut, exportiert werden in geringem Maße Kaffee und Kokosnüsse – hat bereits im vergangenen Jahrhundert zu einem starken Rückgang des Monsunwaldes geführt. Ursprünglich hatte diese Regenwaldform die Insel fast vollständig bedeckt und bot vielfältigen Tierarten ausreichend Rückzugsorte. Während der einheimische Bali-Tiger durch die Rodung und durch ungezügelte Wilderei bereits seit den 1940er Jahren ausgerottet ist, schützt der Nationalpark Bali Barat seit 1983 zumindest das Vorkommen des Balistars, der ebenfalls auf der Insel beheimateten Vogelart.

Gute Architektur fördert die Lebensqualität

Elbphilharmonie | Foto: perceptions (on & off), Flickr
Elbphilharmonie | Foto: perceptions (on & off), Flickr
Ob privater Wohnraum, öffentliche Gebäude oder Parks: Nur, wenn Architektur und der angedachte Zweck zusammenpassen, können wir den Raum sinnvoll nutzen und unseren Aufenthalt sogar genießen.

Doch wie muss man sich das Zusammenspiel von Architektur und Zweck denn nun vorstellen? Kann Architektur, die einen Zweck erfüllen muss auch gut aussehen? Ja!

Unter dem Motto „Architektur schafft Lebensqualität“ öffnen zum diesjährigen Tag der Architektur an diesem Wochenende 1.300 Objekte ihre Türen: Kitas, Wohngebäude, Rathäuser aber auch besondere optische Highlights wie die Elbphilharmonie in Hamburg oder die Zentralmoschee in Köln laden alle Interessierten ein, sich über wahrgewordene Lebensqualität zu informieren. Wann welches Objekt besichtigt werden kann und ob der Tag der Architektur auch in Ihrer Nähe stattfindet lässt sich ganz einfach auf der Website des Tages der Architektur herausfinden. Wir wünschen ein informatives architektonisches Wochenende!

Holzbauweise trifft Lego-Prinzip: das ökologische Studentenwohnheim Woodie

Foto: woodie.hamburg

In Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg entstehen derzeit 371 neue Studentenwohnungen. Wenn die Wohnungen zum Semesterstart am 1. Oktober bezogen werden, liegt der Baubeginn gerade einmal neun Monate zurück. Möglich macht dies die modulare Bauweise: Jede Wohnung des sechsgeschossigen, „Woodie“ genannten Gebäudes besteht aus einem 20 Quadratmeter großen Modul, das komplett aus Holz gefertigt wird. Bett, Schränke, Tisch und Küchenzeile sind ebenfalls bereits vormontiert. Die fertigen Wohneinheiten werden an die Baustelle angeliefert und nach dem Lego-Prinzip auf- und nebeneinander gesetzt. Für Stabilität sorgen die Sockelkonstruktion und die Treppenhäuser aus Beton.

Doch mit Woodie entsteht nicht nur ein neuer architektonischer Hingucker in rekordverdächtiger Zeit: Dank der überwiegend verwendeten Holzbauweise ist der ökologische Fußabdruck deutlich geringer als bei vergleichbaren Häusern in herkömmlicher Betonbauweise: Rund 3.800 Kubikmeter Holz wurden verbaut. Die verwendeten Fichten, Tannen und Lärchen stammen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in der Steiermark und haben während ihrer Zeit im Wald rund 3.400 Tonnen CO2 gebunden.

Filmtipp zum langen Wochenende: „Unsere Wälder“

Wir von JANGAL lieben die Natur – und wir lieben tolle Filme, die uns dieses Wunderwerk auf spannende und interessante Weise näher bringen. So wie der Film des ZDF über unsere Wälder. Spannender und bildstärker kann man das Zusammenspiel von Baum und Wasser und den Einfluss der Wälder auf unser Klima kaum veranschaulichen. Unser Film-Tipp für das lange Wochenende. Einschalten und genießen!

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Foto: Armin S. Kowalski, Flickr

200 Jahre alt und heute erfolgreicher denn je

Foto: High-D, Flickr (CC BY-ND 2.0)

Vor 200 Jahren erfand der Mannheimer Karl Drais das Laufrad – und damit den unmittelbaren Vorgänger des Fahrrades. Welche Entwicklung seine rund 20 Kilogramm schwere Holzkonstruktion einmal nehmen würde, war dem Forstbeamten und Erfinder wohl kaum bewusst. Hier ein paar Zahlen und Fakten rund ums Rad:

– Rund 73 Millionen Fahrräder wurden 2016 allein in Deutschland gefahren.
4 Millionen Räder werden hierzulande jedes Jahr gekauft. Darunter Rennräder, Mountainbikes, E-Bikes – und natürlich auch die beliebten Hollandräder.
62 Prozent der Kopenhagener fahren mit dem Rad zur Arbeit, zur Uni oder zur Schule. Nur 9 Prozent nutzen das Auto.
12.498 Euro – so viel kostet das „Intense Recluse SL Factory“, das (vermutlich) teuerste Mountainbike des Jahres 2017.
– Mehr als 122.000 Kilometer legte Kurt Searvogel 2015 zurück. Jeden Tag fuhr er dafür durchschnittlich rund 320 Kilometer.
– Mit 269 km/h fuhr Fred Rompelberg im Jahr 1995 wohl schneller, als jemals jemand wieder auf einem Fahrrad allein mit Muskelkraft sein wird. Allerdings nutze er bei der Rekordfahrt den Windschatten eines Rennwagens aus. Was die Leistung aber nur bedingt schmälert.

Wale: Majestäten der Meere und Meister der Extreme

Heute ist Tag des Meeres. Dieser soll uns daran erinnern, wie gefährdet und belastet die Ozeane heutzutage sind – und damit auch Tiere, die in ihnen Leben. Wie faszinierend und schützenswert der Lebensraum Wasser ist, zeigt sich bereits, wenn man den Blick auf die Wale, die Könige der Meere, lenkt. Sie zählen ebenfalls zu den bedrohten Tierarten und sind daher auch Namenspate unseres Dekors Whale Oak. Die majestätischen Riesen sind nicht nur faszinierend zu beobachten, sie sind auch wahre Meister der Extreme. Beispiele gefällig? Hier kommen fünf mehr oder weniger bekannte Fakten:

1. Größtes Tier der Erde
Ganz klar, am Blauwal kommt zu Land und zu Wasser niemand vorbei: Mit einer Größe von über 30 Metern und einem Gewicht von bis zu 200 Tonnen ist er in beiden Kategorien der uneinholbare Rekordhalter.

2. Lauter als ein Düsenjet
Mit bis zu 200 Dezibel „schreit“ der Pottwal durch die Meere. Besser gesagt: er klickt. Zur Ortung seiner Beute und zur Kommunikation mit Artgenossen sendet der Pottwal zwei bis zweihundert dieser Klicklaute aus – pro Sekunde. Auch der Gesang des Blauwals verbreitet sich mit rund 180 Dezibel durch die Meere und ist noch in 850 Kilometern Entfernung zu hören. Jedoch nicht für den Menschen: der Gesang erfolgt auf einer Frequenz von rund 100.000 Hertz. Unser Wahrnehmungsbereich endet bereits bei 20.000 Hertz.

3. Tiefer als die Zugspitze hoch ist
Der Pottwal ist nicht nur laut, er ist auch ein hervorragender Taucher: In bis zu 3.000 Metern Tiefe jagt er seine Beute – und das bis zu zwei Stunden lang, ohne Luft zu holen. Zum Vergleich: Die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg, ist 2.962 Meter hoch.

4. Großes Herz
Das Herz des Blauwals ist wahrlich riesengroß: Es ist 600 bis 1.000 Kilogramm schwer und kann mit sechs Schlägen pro Minute bis zu 5.000 der insgesamt 7.000 Liter Blut des Riesen mit Sauerstoff anreichern.

5. Echte Gesangskünstler
Besonders Schwertwale und Buckelwale singen, was das Zeug hält. Schwertwale entwickeln dabei von Region zu Region unterschiedliche Dialekte, mit denen sich einzelne Familien voneinander abgrenzen. Männliche Buckelwale betören die Weibchen in der Paarungszeit mit Liebesliedern, die bis zu 20 Minuten lang sein können. Die Melodie variiert von Jahr zu Jahr, komponiert wird im Team: Nach und nach singen alle Buckelwale eines Meeresteils ein und dasselbe Lied.

Kennen Sie noch weitere spannende Fakten zu den Königen der Meere? Dann posten Sie diese gerne als Kommentar!

Plusenergie-Schule mit Deutschem Architekturpreis 2017 ausgezeichnet

Schmuttertal - Gymnasium Diedorf
Architektur: Florian Nagler Architekten und Hermann Kaufmann ZT GmbH
Foto: Stefan Müller-Naumann

Alle zwei Jahre vergibt das Bundesbauministerium den staatlichen Deutschen Architekturpreis. In diesem Jahr wurde die Arbeitsgemeinschaft Hermann Kaufmann ZT und Florian Nagler Architekten ausgezeichnet, die den Neubau des Schmuttertal-Gymnasiums im bayrischen Diedorf entworfen haben.

Schmuttertal - Gymnasium Diedorf
Architektur: Florian Nagler Architekten und Hermann Kaufmann ZT GmbH
Foto: Stefan Müller-Naumann

Die Gründe für die Auszeichnung sind vielseitig. So wurde beispielsweise die langfristige finanzielle Tragfähigkeit des ressourcenschonenden Plusenergie-Gebäudes hervorgehoben, ebenso aber auch die architektonische Umsetzung des pädagogischen Konzepts der Schule. „Der Neubau des Schmuttertal-Gymnasiums Diedorf ist als Modellprojekt für ein Plusenergiehaus ein beeindruckendes Beispiel für zukunftsweisende nachhaltige Architektur“, so Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks.

Der staatliche Architekturpreis wird seit 1971 verliehen, seit 2011 gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer.

Warum wir am Montag raus in die Natur gehen sollten

Foto: Angela Marie (CC BY 2.0)
Der kommende Montag ist ein Feiertag, die Wettervorhersage sieht gut aus. Die ideale Gelegenheit also, um den Tag der Umwelt, der wie jedes Jahr genau auf diesen 5. Juni fällt, zu feiern. Wie? Da gibt es viele Möglichkeiten. Am besten aber: Mit offenen Augen raus in die Natur! Einfach mal abschalten und allein, mit der Familie oder mit Freunden die Einzigartigkeit und Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt genießen. Das geht im Wald ebenso gut wie am See, am Fluss oder auf dem weiten Land.

Der Tag der Umwelt wird weltweit seit 1972 begangen. Am 5. Juni wurde in diesem Jahr die erste Weltumweltkonferenz in Stockholm eröffnet. Ziel ist es, die Menschen auf der ganzen Welt für einen bewussteren, schonenderen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren. Und das gelingt am besten, wenn man sich vor Augen führt, was uns unsere Umwelt an atemberaubenden, schönen und einzigartigen Dingen zu bieten hat.

Die Heimat des Amazonas-Delfins ist in Gefahr

Rosa Amazonas-Delfin Foto: Andre Zumak
Rosafarbene Amazonas-Delfine 
Foto: Andre Zumak

Ob längster Fluss der Welt oder nicht: Der Amazonas, Namenspate unseres Dekors Amazonas Oak, hat eine große Artenvielfalt zu bieten. Rund 1.500 Fischarten beheimatet der rund fünf Milliarden Jahre alte südamerikanische Strom.Auch der Amazonas-Manati, eine Seekuh-Art, sowie der rosafarbene Amazonas-Delfin hier zuhause. Eine weitere Besonderheit sind die schwimmenden grünen Inseln. Sie bestehen aus Bäumen und Wasserpflanzen, die bei Hochwasser mitgerissen wurden. Einige dieser schwimmenden Inseln haben eine Länge von über 100 Metern.

Jedoch wird die Flora und Fauna am und um den Amazonas herum zunehmend vom Menschen bedroht. So wird der Regenwald, entlang des Flusses unwiederbringlich abgeholzt, um Platz für die Viehzucht zu gewinnen. Und auch der Strom selbst wird immer stärker belastet. So leiteten Goldgräber in den vergangenen Jahren rund 2.000 Tonnen Quecksilber in das Gewässer ein, von wo aus es in die Nahrungskette der dort lebenden Tiere und nicht zuletzt auch in die Nahrung des Menschen gelangt.

Nil oder Amazonas: Welcher ist der längste Fluss der Welt?

Der Nil. Über hundert Jahre der längste Fluss der Welt. Auch heute noch? Foto: Rod Waddington (CC BY-SA 2.0)
Der Nil. Über hundert Jahre der längste Fluss der Welt. Auch heute noch?
Foto: Rod Waddington (CC BY-SA 2.0)
„Der Nil!“ sagen die einen. „Der Amazonas!“ sagen die anderen. Und beide können von sich behaupten, Recht zu haben. Hundert Jahre lang nämlich galt der Nil mit einer Länge von 6.650 Kilometern unangefochten als längster Fluss der Erde. Der Amazonas folgte ihm mit 6.448 Kilometern auf Platz zwei.

In den Jahren 2007 und 2008 jedoch wurden sowohl der Amazonas als auch der Nil mit neuen Methoden neu vermessen. Das Ergebnis: Der Amazonas legt von der am weitesten entfernten Quelle bis zur Mündung 6.992 Kilometer zurück, der Nil „nur“ 6.853 Kilometer. Doch von Freunden des Nils wird dieses Ergebnis angezweifelt. Und so bleibt die Frage nach dem Längsten Fluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Denn was sind bei solchen Strecken schon 150 Kilometer?

Übrigens: Vergleicht man die geführten Wassermassen, so ist die Frage eindeutig geklärt: Mit einem Abfluss von rund 206.000 Kubikmetern Wasser pro Sekunde liegt der Amazonas weit vorne. Der Nil rangiert mit rund 2.660 Kubikmetern in dieser Kategorie sogar noch hinter dem Rhein (2.900 Kubikmeter).